Der Familientreff Uhingen


So finden Sie uns Berchtoldshof
Bismarckstraße 4
73066 Uhingen


Familientreffleiterin:
Irmela Schmidt (DRK Göppingen)
Tel.: 07161 / 673912
E-Mail: i.schmidt@drk-goeppingen.de



 

Dienstags

09:00 – 12:00 Uhr 
PEKIP (zwei Gruppen)

 

Donnerstags

09:00 – 12:00 Uhr
offenes Café


Termine


Babys und Kleinkinder

Babys und Kleinkinder

  • Können mit anderen Kindern spielen
  • Lernen erste Regeln außerhalb der Familie kennen
  • Erfahren eine Vorbereitung für den Kindergarten
  • Erfreuen sich an schönen (altersgerechtem) Spielsachen

 


Eltern und Großeltern

Eltern und Großeltern

  • Können Kontakte knüpfen, andere Familien kennen lernen
  • Erfahren Wissenswertes über Erziehung, Gesundheit und anderen Alltagsthemen
  • Lernen die Beratungsangebote im Landkreis kennen
  • Haben eine kleine Auszeit im anstrengenden Familienalltag
  • Können mit ihren Anregungen und Fragen die Treffen mitgestalten

Wir begleiten Sie in Ihrem Familienalltag

Die Familientreffleiterin ist für Sie und Ihre Fragen und Sorgen da. Gerne können Sie mit ihr auch Beratungstermine vereinbaren. Weitere Mitarbeiterinnen übernehmen die Kinderbetreuung. Der Familientreff will Sie in Ihrem Familienalltag begleiten und unterstützen.


Trägerschaft:
 

Chronik 2015 – 2016

Chronik 2015 – 2016

Träger: DRK-Kreisverband Göppingen e.V.

Den Familientreff in Uhingen gibt es jetzt seit sieben Jahren in den Räumlichkeiten der Musikschule im Berchtoldshof. Auch er ist unter der Leitung des Deutschen Roten Kreuzes. Demnächst wird es einen dritten Familientreff in Deggingen geben, dessen „Aufbauarbeit“ im Oktober 2016 begonnen hat.

Schon bei unserem fünfjährigen Jubiläum stellte Bürgermeister Wittlinger mittelfristig dem Familientreff größere Räume in Aussicht. Mit der wachsenden Beliebtheit wächst auch die Besucheranzahl, zwischenzeitlich mit durchschnittlich 15 bis 20 Mütter/Väter, Großeltern und deren Kinder im Offenen Café. In diesem Jahresbericht sollen die Eltern zu Wort kommen, die zum Jahresanfang bei einem leckeren Frühstück in gemütlicher Runde interviewt wurden.

Zuerst einmal, so sind sich die Frauen einig, (heute nur Mütter, Väter sind eher seltener vertreten) genießen sie die familiäre Atmosphäre und die Entlastung durch die Ehrenamtlichen. Eine junge Mama mit Baby versicherte ganz beglückt, dass sie seit heute zum ersten Mal wieder ohne Kind auf dem Arm frühstücken kann. Überhaupt sind die Mütter immer wieder aufs Neue erstaunt, wie schnell ihre Kleinen in dem Spielbereich bei den Ehrenamtlichen bleiben. „Wenn mein Kind sich wohl fühlt, dann fühle ich mich auch wohl“, so eine Mutter, die schon mit ihrem zweiten Kind in den Familientreff kommt.

Eine andere Mama aus Südamerika meint, dass hier Integration richtig gelebt wird, (ca 75 % der Besucherinnen haben Migrationshintergrund) jede redet mit jeder und alle haben über die Kinder einen Anknüpfungspunkt. „Ich habe hier Freunde gefunden“ sagt sie, und hier kann bzw. MUSS ich deutsch sprechen, so lerne ich es immer besser.“ „Auch die Kinder lernen hier viel“, versichert eine andere Mutter, “mein Kind hat noch keine Geschwister und da ist es gut, dass es hier teilen lernt.“ (Erzieherinnen bestätigen das soziale Lernfeld im Familientreff. Sie sehen am Verhalten der Kinder, dass sie vorher den Familientreff regelmäßig besucht haben). Auch über die Vorträge und offenen Sprechstunden äußern sich die Mütter positiv, und dass man mit allen Fragen zu der Leiterin kommen kann und einem schnell geholfen wird, finden viele Eltern hilfreich. Ab 2016 kam neben der Kinderkrankenschwester auch eine Kinderärztin vom Gesundheitsamt zur regelmäßigen Sprechstunde in den Familientreff. Unsere Kinderpsychologin ist schon lange dabei und auch sie hat jedes Mal genügend Fragen zu beantworten.

„Zu der guten Atmosphäre tragen die Ehrenamtlichen wesentlich bei mit ihrer Geduld, ihrer freundlichen Zugewandtheit und weil sie richtig gut sind in der Kinderbetreuung“, so die Mütter (das Team besteht aus einer Erzieherin, einer Grundschullehrerin, einer Krankenschwester und drei mehrfachen Großmüttern, alle inzwischen über 65 Jahre). „Ach“, wirft noch eine Mama ein, „und nicht zu vergessen einmal im Monat das leckere Frühstücksbuffet, man fühlt sich richtig verwöhnt.“ Die anderen nicken zufrieden und gesättigt: Mütter sind ja gut im ver- und umsorgen ihrer Lieben, aber selbst einmal umsorgt zu werden, das tut doch sichtlich gut.

Aber es soll natürlich nicht nur den Familien gut gehen, sondern auch den ehrenamtlichen Helferinnen, ihre Leistung wurde mit diversen Aktivitäten gewürdigt. So gab es in den letzten beiden Jahren Ausflüge nach Bad Urach und Bad Wimpfen, ein leckeres Weihnachtsessen im Schloss Filseck und nicht zu vergessen die halbjährlichen Treffen des Arbeitsteams bei Café und Kuchen in unterschiedlichen Cafés der Region.

Inzwischen sind die Ehrenamtlichen so zusammengewachsen, dass sie sich auch gegenseitig in schwereren Zeiten tragen und unterstützen, die leider mit zunehmendem Alter häufiger auftreten. Vielleicht macht das diese besondere warmherzige Atmosphäre aus, die Mitmenschlichkeit untereinander und das „wirkliche Wahrgenommen werden“. Vielleicht eine Lebenskunst, die man oftmals mehr bei älteren Menschen findet, die ihre Werte mehr im „Sein“ und weniger im „Haben“ suchen.

Wie sagte eine Besucherin so treffend: Erziehungskurse gibt es überall, aber hier wird Erziehung  „gelebt“. Auch wenn die Regeln im Familientreff manchmal schwierig einzuhalten sind und nicht nur die Kinder ausprobieren, wie sie zu umgehen sind (z. B. möglichst kein Handy, nicht mit dem Essen herumlaufen, im Singkreis sitzen bleiben etc.) Diese Regeln erfordern Konsequenz im Familientreffteam, manch-mal auch ein mühseliges Unterfangen, aber Konsequenz ist ja bekanntlich ein „Zauberwort“ in der Erziehung.

Natürlich haben wir auch im Familientreff Uhingen das 10-jährige Bestehen der Familientreffs im Landkreis mit zwei Veranstaltungen gefeiert. Zum einen gab es, wie in Ebersbach, ein internationales Frühstücksbuffet, zu dem viele Besucher-innen mit mannigfaltigen Speisen beigetragen haben. Und dann durften wir einen „märchenhaften Erzählabend über die Kostbarkeit des Lebens“ für Erwachsene mit Ilka Wimmer genießen, der uns aus dem Alltag in die „Seelenlandschaft“ der Träume“ entführt hat. „Kraft tanken im Alltag“, das war das Motto dieses Abends und ist ganz allgemein auch unser Motto im Familientreff.

Irmela Schmidt

Chronik 2013-2014

Chronik 2013-2014

Träger: DRK-Kreisverband Göppingen e.V.

Der Familientreff in Uhingen feierte 2014 sein fünfjähriges Bestehen. Da wir das Einjährige schon in großem Rahmen im Uditorium gefeiert hatten, wollten wir dieses Jubiläum mehr als Abbild des „ganz normalen“ Familientreffbetriebs im Offenen Café zusammen mit den Kindern und Eltern feiern.

Die ehrenamtlichen Helferinnen gestalteten ein liebevolles „Fingerfood-Büfett“ und die Mütter/Väter steuerten „internationale Speisen“ bei, so dass unser reichlich gedeckter Tisch auch gleichzeitig ein Abbild der Völkervielfalt im Familientreff bot.
Über die ausgesuchten Geschenke der Stadtverwaltung, des Landratsamtes und des Deutschen Roten Kreuzes für den Treff aber auch für die Ehrenamtlichen, freuten sich alle. Es war zugleich eine Anerkennung der hervorragenden Arbeit der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen.

Besonders aufmerksam haben wir der Aussage des Bürgermeisters Herrn Wittlinger gelauscht, dass er sich über die vielen Besucher/-innen freue und wahrnehme, wie begrenzt die Räumlichkeiten im Familientreff sind. Deshalb wäre mittelfristig angedacht, nach Umbau des Jugendhauses dort eventuell ein Mehrgenerationenhaus zu gestalten, in dem der Familientreff dann auch eine neue Heimat bekommen könnte.

Leider ist das Zeitfenster, das die Musikschule dem Familientreff zur Verfügung stellen kann, nach wie vor begrenzt. Dadurch sind neben den zwei Treffen wöchentlich auch keine weiteren Angebote möglich.

Inhaltlich kam zu der Hebammensprechstunde jetzt noch einmal monatlich eine Gesundheitssprechstunde einer Kinderkrankenschwester dazu. So können sich auch die Mütter mit älteren Kindern medizinischen Rat holen.

Der Hausbesuch zur Geburt eines Kindes wird auf Wunsch der Stadtverwaltung nun bei allen Familien angeboten, nicht nur wie zu Beginn bei Familien mit Migrationshintergrund. Das erwies sich als sinnvoll, denn auch deutsche Familien haben nach der Geburt oftmals Beratungsbedarf und freuen sich über die persönliche Zuwendung in Form des Hausbesuches.

Uhingen FTÜber diese Begegnungen gelingt es nochmals mehr, auch Mütter mit Migrationshintergrund mit dem PEKiP-Angebot (Prager Eltern-und-Kind-Programm) vertraut zu machen. Zur Geburt ihres Kindes erhalten alle Uhinger Familien einen Gutschein, den sie für dieses Angebot einsetzen können. Inzwischen kommen viele gerne ins PEKiP. Sie empfinden die Unterstützung und den vertrauensbildenden Rahmen einer festen Gruppe als hilfreich.

Immer mehr Menschen mit ausländischen Wurzeln nehmen auch die Beratungsangebote gerne an, ob im Familientreff bei Gesundheits- oder Erziehungsfragen, aber auch zuhause in der gewohnten Umgebung. Dort fällt es manchmal leichter, sich zu öffnen. Ein weiteres, eher ungewöhnliches Angebot, war der Besuch eines Therapiehundes vom Deutschen Roten Kreuz. Vor allem bei den Kleinen war die verspielte Labradorhündin sehr beliebt.

Mit einer kleinen Gruppe besuchten wir den Tierpark in Oberesslingen. Dieser Ausflug außerhalb des üblichen Rahmens hat viel Freude gemacht. Man begegnet sich nochmals anders unter freiem Himmel mit Tieren im Mittelpunkt.

Nach wie vor ist die Unterstützung der Ehrenamtlichen sehr wichtig für das Offene Café. Das wird von den Besucher/-innen geschätzt, was sich in ihrem jährlichen Weihnachtsgeschenk für die Haupt- und Ehrenamtlichen ausdrückt; eine nicht selbstverständliche Geste der Anerkennung.

Der Stamm von vier Helferinnen ist konstant geblieben. Die Mütter, die sich zeitweise zu uns gesellt hatten, sind inzwischen wieder berufstätig. Auch zeigt es sich, dass man mit kleinen Kindern keine verlässliche Hilfe erwarten kann, sondern nur eine zusätzliche Unterstützung.

Unsere gemeinsamen Ehrenamtlichen-Ausflüge in den letzten beiden Jahren, z.B. ins Kloster Maulbronn oder ins Lautertal, aber auch die Theaterbesuche, schaffen Verbundenheit und Nähe untereinander. Diese sind wichtig für die Wertschätzung einer oftmals anstrengenden Kinderbetreuung.

Die Kinder, die den Familientreff besuchen, brauchen manchmal viel Aufmerksamkeit und verlangen ein konsequentes Verhalten von den Ehrenamtlichen.

Deshalb nehmen wir uns auch vor jedem Café die Zeit, die aktuelle Situation zu besprechen und überlegen uns gegebenenfalls, wer für welches Kind „zuständig” ist. Unserer ehemaligen Erzieherin gelingt es gut, auch zu verhaltensoriginellen Kindern einen Zugang zu finden und die Mütter sind in der Regel sehr dankbar bei der Erziehungsunterstützung der Leiterin.

Immer wieder wird von den Kindergärten zurückgespiegelt, dass sie merken, welche Kinder vorher im Familientreff waren. Sie können sich besser an vorgegebene Strukturen halten und sind in ihrem Sozialverhalten anderer Kinder gegenüber weniger ichbezogen.

In den Teamsitzungen werden einzelne Programmpunkte gemeinsam entworfen und Neuerungen besprochen. So entsteht bei den Ehrenamtlichen das Gefühl mitverantwortlich für das Gelingen zu sein und stärkt die eigene Bedeutung für den Familientreff.

Insgesamt kann man feststellen, dass sowohl die Ehrenamtlichen als auch die Besucher/-innen mit ihren Kindern gerne kommen, was die hohe Besucherzahl zwischen 30 und 40 Personen pro Treffen zeigt.