Chronik 2013 – 2014

Träger: Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart e.V. Die Lange Straße 24 ist seit 2009 ein Be­griff für die wichtige Arbeit mit und für jun­ge Familien in Süßen. Die Räume und der Garten des ehemaligen Kindergartens werden gemeinsam vom Familientreff und den fünf selbstorganisierten Spielgruppen genutzt. Zur jährlichen Geburtstagsfeier werden nicht nur alle Kooperations- und Netzwerkpartner eingeladen. Die Familien-treffleiterin nutzt dieses Fest für die öffentliche Werbung. FT Süßen 1 Foto vom 4-Jährigen im Januar 2014: Das Schild mit den Logos der Träger wird von Bürgermeister Marc Kersting, Pastoralreferent Uwe Ludwig, Kirchengemeinde Mariä Himmelfahrt, Suzanne Chemnitzer, Koordinatorin vom Kreisjugendamt, und Gerard Betz, Caritas, gehalten. Meist sind es 8 – 14 Mütter und Omas, die das kostenfreie Angebot des Offenen Cafés mit den Kleinkindern aufsuchen und die zwanglose Atmosphäre genießen. Die unterschiedliche Herkunft und das Alter, die bunte Mischung der Gäste ist für Erwachsene sowohl Bereicherung als auch Herausforderung. Ein Kern aus Besucher/-innen, die sich be­reits in den Babytreff`s kennengelernt und sich regelmäßig in den Offenen Cafés ge­troffen haben, gründete eine weitere selbstorganisierte Spielgruppe. Das soziale Miteinander wird durch zu­verlässige Strukturen ermöglicht: junge Familien erleben den Sinn von Halt ge­benden Regeln und der Einhaltung von Werten. Vier verlässliche Öffnungszeiten in der Woche an beiden Standorten (Süßen und Salach) macht es den Müttern möglich, Angebote auch mehrmals wahrzunehmen. Vor allem sensible bzw. aggressive Kinder spüren Geborgenheit feste Strukturen und die Bindung zur Leiterin. Durch die unterstützenden Impulse bemerken Mütter bereits nach zwei Monaten Verhaltensänderungen.
„Die individuelle Begleitung stärkt mich – mein Kind macht jedes Mal neue Erfah­rungen!“
In den letzten beiden Jahren gelang es durch Netzwerkarbeit folgende Kooperationspartner in den Familientreff einzubinden und gemeinsame Angebote zu realisieren: Vortragsreihe über Tod und Sterben Erstmals fand eine Kooperation zwischen der VHS, der Katholischen Erwachsenenbildung und dem Familientreff statt, damit die beiden folgenden Vorträge realisiert werden konnten: „Gibt es im Himmel Erdbeereis?“ wusste Gabriele Ulmer aus langjähriger Erfahrung zu beantworten. Denn gerade Kleinkinder brauchen Erwachsene, die sensibel und individuell Antworten geben und Hilfe beim Trauern. „Eltern sorgen vor!“ Dieter Roitsch erklärte ca. 80 Senioren/-innen und jungen Eltern wie wichtig es ist, rechtzeitig an Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung zu denken. Mit Büchern die Welt entdecken – Von Anfang an!“ heißt es seit September 2013 nahezu einmal monatlich. Denn da kommt vom Stadtseniorenrat die Lesepatin Gertraud Walter. Unter dem Motto „Lesen fängt mit Bildern an“ legt sie durch die Bedeutung von Sprache Grundsteine für Bildungschancen, indem sie Kindern und Erwachsenen zeigt, wie Spaß beim guten Umgang mit Büchern entsteht. Dabei hilft ihr der „Leserabe“. Die Schatzkiste wird geöffnet: Bilderbuch und Figuren regen zum Mitmachen an. Zum Vorlesetag konnte in den letzten zwei Jahren öffentlich eingeladen werden. FT Süßen 2In Kooperation mit dem Evangelischen Kindergarten Marktstraße kam Christa Mai, Fachkraft für alltagsintegrierte Sprachbildung, einmal monatlich ins Offene Café, um Erwachsenen bewusste kleine Sprachanreize aufzuzeigen. Möglich wurde dies durch eine Initiative des Bundesministeriums für Jugend Familien und Senioren – Frühe Chancen.
„Egal in welcher Sprache, vor jedem Benennen gibt es zunächst etwas zu begreifen!“, so die Fachfrau, „Und groß ist die Freude, wenn das Erlebte mitgeteilt werden kann, so dass es alle verstehen!“
Über Projektgelder der Bundesinitiative Frühe Hilfen gab es seit Herbst 2013 monatliche Sprechstunden der Familienhebamme Iris Vatter-Pressmar. Die Gäste im Offenen Eltern-Kind-Café nutzen die Gelegenheit, in einer vertrauten Umgebung sowie in einer vertrauensvollen Atmosphäre Unsicherheiten anzusprechen, oft schon im Voraus von der Familientreffleiterin unterstützt. Um auch Interessierten die Möglichkeit außerhalb der Öffnungszeit die Gelegenheit zur Information zu geben, ergänzte sie die Vortragsreihe „Gesunde Stärke entwickeln“ mit einem Fachvortrag im Süßener Kulturhaus. Zum gemeinsamen Laternenfest mit den Spielgruppen hatte die Familientreffleiterin öffentlich eingeladen. Für die 90 Kleinkin­der und die ca. 180 Mütter, Väter, Großel­tern und Tanten hatten Bewohner/-innen des Seniorenwohnheims der Wilhelmshilfe eine wunderbare Überraschung: Der Dorfbrunnen wurde geschmückt, u. a. wurden drei tanzende Kinder aus Bronze warm angezogen. Hinterher im Garten gab es wie immer ein Büfett mit Kinderpunsch, Gebäck und von Eltern mitgebrachte Kekse. Begegnung zwischen Jung und Alt Leider ist das gemeinsame Singen und Spielen mit den Bewohner/-innen des Altenheims Wilhelmshilfe nur im Sommer möglich, denn diese sind auf den barrierefreien Zugang durchs Gartentor angewiesen. Auch der Stadtseniorenrat hatte zu einem Spaziergang ins „Gartencafé“ des Familientreffs eingeladen. Ein herzliches Danke gilt dem Großelternpaar Barbara und Peter Denk aus Kuchen, die seit August 2014 die Offenen Cafés durch ihr ehrenamtliches Engagement bereichern. Gabriele Mück